Sonntag, 17. September 2017
Einige Basisbanalitäten zu Missverständnissen und Irrtümern rund um Gendertheorie, Poststrukturalismus und den ganzen Rest (TM)
Ausgelöst durch diesen Thread bei Bersarin habe ich mir meine Gedanken darüber gemacht, was schief läuft in der Auseinandersetzung in der Bloggosphäre zu zentralen Axiomen des Poststrukturalismus und verwandter Theorien:

https://bersarin.wordpress.com/2017/09/07/korrekt-politische-wandgedichte-herbst-in-peking-2017

Einer der wundesten Punkte ist die Tatsache, dass in jüngeren, namentlich studentischen Bloggerkreisen die Theorie in einer Art und Weise "angewandt" wird die mit ihren UrheberInnen nichts zu tun hat. So können auch schwerlich Foucault, Deleuze, Butler oder Spivak mit dem ganzen Moralinschmonzes in Konnex gebracht werden den ihre bloggenden Epigonen so verbreiten. Die Erstgenannten sind bzw. waren PhilosophInnen. Entsprechend haben sie ihre Positionen über Jahrzehnte entwickelt und abwägend, erörternd, mit dem aktuellen Theoriediskussionsstand in Übereinstimmung bringend ausgebreitet. Mal kämpferisch, aber doch überwiegend sine ira et studio. Doch mit Ruhe, Abwägung, Erörterung, Empirie, Geduld haben Leute wie die aktuellen VertreterInnen der Mädchenmannschaft, Meister M. aus Hamburg und ihr Umfeld es ganz und gar nicht, sie sind MeisterInnen des Gebrülls, Wut und Beleidigtsein als Dauerinszenierung bestimmen den Diskurs, wenn mensch diesen Ausdruck denn hier verwenden will. Auf der Strecke bleiben die ideengeschichtlichen Hintergründe der Theoreme auf die sich bezogen wird.

Das möchte ich ein wenig vom Kopf auf die Füße stellen.

Beginnen möchte ich mit dem wohl missverständlichsten Thema in dem ganzen Kontext, nämlich der Frage nach mehr als zwei Geschlechtern.


wird fortgesetzt

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Sonntag, 10. September 2017
Der korrekte Umgang mit politischer Korrektheit
https://bersarin.wordpress.com/2017/09/10/die-bratwurst-zum-sonntag-oder-ein-fairer-kompromiss-fuer-den-asta-der-alice-salomon-schule/

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Freitag, 8. September 2017
Hurricane Season
Aber der globale Klimawandel ist nicht menschengemacht und findet auch gar nicht statt, ja gut, ist klar.

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Mittwoch, 6. September 2017
Zentrale Demo in Berlin für das Recht auf Familienleben
"Für das Recht auf Familienleben - auch für subsidiär Geschützte!"
Ort: vor der CDU-Zentrale, Klingelhöferstraße 8, 10785 Berlin, Bus-Station:
Lützowplatz (Bus 100, 106, M29, 187), Nähe Wittenbergplatz (U1, U2, U3)

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Interessierte,
der Flüchtlingsrat Berlin und das Beratungs- und Betreuungszentrum für junge Flüchtlinge und Migranten / BBZ rufen für Freitag, den 8. September, 11 Uhr zur Protestkundgebung vor der CDU-Parteizentrale (Klingelhöferstraße 8) auf. Wir protestieren entschieden gegen den Vorstoß des Bundesinnenminister de Maizière und seiner Partei, die Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte über März 2018 hinaus zu verlängern.



Am vergangenen Freitag hatten der Flüchtlingsrat und das BBZ bereits eine Pressemitteilung zum Thema verfasst. rbb24 hat berichtet. Die taz hat ein Interview mit Walid Chahrour, dem Leiter des BBZ, publiziert. Und das MiGAZIN hat heute einen Beitrag von unserem Kollegen Sebastian Muy aus dem BBZ zum Thema veröffentlicht.

Bitte leitet den Aufruf gern an Betroffene und interessierte Personen weiter.

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Diesel-Hysterie
Seit dem Diesel-Messwert-Manipulations-Skandal wird ein seltsames Tohuwabohu um Dieselmotoren gemacht mit einer Zielvorgabe Richtung E-Mobilität die wenig sinnführend ist. Bis zum Dieselskandal hat kein Mensch sich für Stickoxidwerte interessiert. Feinstaub war ein Thema, ansonsten galt der Dieselmotor aufgrund seines hohen Wirkungsgrads und seiner geringeren CO2 - Werte als grüne Technologie. Jahrzehnte war der Diesel das klassische Fahrzeug der Grünen und Grünen-Wähler. Dass die jetzt Verbrennungsmotoren komplett aus dem Verkehr ziehen und durch Emobile ersetzen wollen sagt schon fast alles über ihre Ideologie aus, die extrem bürgerlich und sehr deutsch ist und nicht auf nachhaltige Systemveränderung hinausläuft. Völlig egal dass für eine flächendeckende Umstellung auf Emobilität die Kohle- und Atomkraftwerke dann eben mehr produzieren müssten um den Strombedarf der Autos zu decken - der E-Autofahrer hat ein reines Gewissen, denn sein Fahrzeug ist ja clean. Die Grünen sind eine Partei zur Pflege eines bestimmten Lebensstils und eines reinen Gewissens. Ob die empfohlene Umstellung im Sinne des Erreichens von Klimazielen sachdienlich ist wird gar nicht erst diskutiert. Hauptsache das Herz des grünen Autofahrers bleibt rein.


Und gleichzeitig beinhaltet das auch einen neuerlichen Angriff auf die Klasse: Elektromotoren benötigen keine Schmierung, keinen Kühler, einfachere Getriebe - die Auoindustrie wird die Umstellung benutzen um massenweise Arbeitspätze zu vernichten.

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Dienstag, 5. September 2017
Die Streifzüge des Bizarrologen, heute: neu.de
Im Wunderland der Foren stieß ich auf neu.de wieder einmal auf etwas aus meiner Sicht Bizarres.
Ich schrieb in diesem Partnersucheportal wie meine eigenen Vorlieben und Gewohnheiten
aussehen, privat, ästhetisch, kulinarisch und sexuell (wobei ich schrieb, dass meine sexuellen Präferenzen nicht gerade in Richtung missionarsstellungmäßiger Rammelsex gingen und ich da sehr variantenbreit wäre) und erntete das Echo einer Frau,
die Interesse an mir geäußert hatte dass ich mich im falschen Forum befände. Für mich
wäre ein Sexportal das Richtige und kein Partnersucheportal. Es entspann sich ein längerer
Mailaustausch in dem ich erklärte dass mir Sex in einer Liebesbeziehung nunmal sehr wichtig
sei und es sinnvóll finden würde von vornherein Präferenzen abzuklären und sie immer wieder
darauf insistierte dass die wahre Liebe nichts mit Sex zu tun habe, dass meine Äußerungen
für jede Frau jeden Zauber des Kennenlernens zerstören würden, das alles sehr moralisierend
und vom Thron des selber Rechthabens vorgetragen.


Es kam dann auch wieso ich keine ethischen Schwierigkeiten damit hätte Testosteron-gesteuert zu sein
und dass einer wie ich bei den Kölner Sylvesterübergriffen mit Sicherheit jubeln würde.



Darauf antwortete ich: "Du hast mich genau durchschaut. Das mit dem Massaker in Sreberenica war ich auch, und als die Mongolen 1276 Teheran belagerten war ich es, der den Säbel zog und den Horden zurief: "Ich schenke Euch diese Stadt. Nehmt sie Euch!"


Das fand sie nicht lustig, die Ironie erkannte sie auch nicht. Nach ihren eigenen Präferenzen gefragt kam ein Courths-Mahler-mäßiger Schwulst von einem Mann der sie über den Tod hinaus liebe. In welcher Welt lebt die?

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Sonntag, 3. September 2017
Altweibersommer
Der Herst beginnt mit jenem wunderbaren Blau, das einerseits den Sommer noch einmal hochleben lässt, andererseits "summer´s almost gone" verkündet. Ich also noch einmal mit der Kamera im eigenen Garten und dem umliegenden Viertel unterwegs um diese Reize einzufangen.



























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Sonntag, 27. August 2017
Dirty talking
Beim gemütlichen Grillfest kam ich mit einer ebenso schönen wie kessen jungen Frau ins Gespräch, und sehr schnell waren erotische Schlüpfrigkeiten das Thema - genauer, die Bedeutung von Anspielungen. "Was tierlieb heißt weißt du sicher." kam es von ihr. "Gut zu vögeln" erwiderte ich. "Ja genau. Und was heißt musikalisch?" "Weiß ich nicht." "Ich gebe dir eine Hilfe: Kann nur eine Frau sein." "Weiß ich trotzdem nicht." "Ganz einfach: Auf drei Löchern bespielbar."

Heißa, diese jungen Leute sind nicht ohne. Kein Vergleich mit der nervigen politischen Korrektheit, die bei meiner Kohorte in dem Alter Usus war.

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Mit dem Kahn durch die Stadt
Per Boot durch die Innenstadt hat was - man kommt an idyllischen Plätzen und architektonischen Kostbarkeiten vorbei, an einem der vielleicht letzten heißen Sommertage.
















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Weil es so schön ist - noch einmal Gartencontent















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Freitag, 25. August 2017
Schreiße! Indymedia verboten
Nach Hamburg war damit zu rechnen, trotzdem kommt das zum jetzigen Zeitpunkt überraschend. Eines der wichtigsten linken Medien soll zum Verstummen gebracht werden. Hoffen wir mal, das ausländische Server Abhilfe schaffen.

https://www.gmx.net/magazine/politik/schlag-linksextreme-szene-bundesinnenministerium-verbietet-linksuntenindymediaorg-32495126

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Mittwoch, 23. August 2017
25 Jahre Pogrom in Rostock-Lichtenhagen: Stellungnahme von Pro Asyl
Presseerklärung
22. August 2017
Erschreckend hohes Maß an rassistischer Gewalt 25 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen

PRO ASYL fordert Solidarität mit Opfern rechter Gewalt.

Anlässlich des 25 jährigen traurigen Jahrestages des Rostocker Pogroms fordert PRO ASYL ein Bleiberecht für die Opfer rassistischer Gewalt. Ein Bleiberecht ist ein starkes politisches Signal gegen rechte Gewalt. Die Opfer brauchen Schutz und Sicherheit. Sie werden in die Lage versetzt, in Strafverfahren gegen die Täter mitzuwirken.

Im ersten Halbjahr 2017 gab es laut Bundeskriminalamt 153 Delikte gegen Asylunterkünfte und 787 Delikte direkt gegen Asylsuchende/Flüchtlinge außerhalb ihrer Unterkünfte. Das sind über 5 rechts motivierte Straftaten gegen Flüchtlinge oder deren Unterkünfte pro Tag!

Parallel dazu hat sich der gesellschaftliche Diskurs merklich geändert. Im Internet werden Hassbotschaften und Gewaltaufrufe ungehemmt und weitgehend ungebremst veröffentlicht und weiterverbreitet. Politische Verantwortungsträger haben sich gegen Gewaltanwendung und Internet-Hassattacken klar abgegrenzt. Dem den Taten zugrunde liegenden Denken haben sie aber wenig entgegengesetzt.

Im Gegenteil: Von Verantwortlichen großer Parteien kommen vermehrt öffentliche Aussagen und Konzepte zur Abwehr von Schutzsuchenden, die das Asylrecht und die Menschenrechte beschädigen.

Die demokratischen Parteien sind anfällig für den Druck von rechts geworden und übernehmen Teile der rechtspopulistischen Agenda. Eine Asylrechtsverschärfung nach der anderen, eine härtere Gangart bei Abschiebungen, die zunehmende Abschottung an Europas Außengrenzen – all das suggeriert Bürger*innen, Rechtspopulisten hätten nicht Unrecht. Solidarität mit Opfern von rechter Gewalt sieht anders aus.

Gerichtsprozesse gegen Gewalttäter scheitern bisweilen daran, dass Opfer und Zeugen nicht aussagen können, weil sie abgeschoben wurden. Nur angemessen wäre eine spezifische Regelung, die Opfern rassistischer Gewalt ein Bleiberecht gewährt. Um ihre Erfahrungen angemessen verarbeiten zu können, sind sie erfahrungsgemäß auch psychisch auf aufenthaltsrechtliche Sicherheit angewiesen. Ein solches Bleiberecht hält überdies den Täter*innen das eindeutige Bekenntnis des Staates gegen Hass und Gewalt entgegen. Es wurde 2017 in einigen wenigen Bundesländern beschlossen – eine bundesweite gesetzliche Regelung steht aus.







PRO ASYL steht Ihnen für Rückfragen und weitere Informationen gerne zur Verfügung:

069 / 24 23 14 30 | presse@proasyl.de | Postfach 160624 | 60069 Frankfurt a.M. | www.proasyl.de

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Dienstag, 22. August 2017
Hintergrundinformation zur afrikanischen Misere
"Mit dem Auftreten der Europäer nahm der Sklavenhandel, der vorher noch begrenzt war, die erste Stelle ein. Es wurde Krieg geführt, um Sklaven zu rauben. Die Europäer verkauften den Königen und Kriegern Waffen und Pferde, mit denen sie Kriege führen und Gefangene machen konnten. Um sich Menschen zu verschaffen, die als Sklaven an die Europäer verkauft werden konnten, wurden die Könige und ihre Krieger zu Räubern. Jetzt gab es in ganz Afrika Krieg, da der Sklave die begehrteste Handelsware war. Die Negerjäger plünderten, töteten und brandschatzten; die Menschen flohen und versteckten sich in den Wäldern und in den Bergen. Die Frauen verloren ihre Männer, und die Kinder verhungerten hilflos im Busch....Der Sklavenhandel hat Afrika um Millionen und Abermillionen Menschen beraubt. .... Mit den Menschen, die in die Sklaverei geführt wurden, verlor Afrika ebenso viele Bauern, Weber und Schmiede.... Die Reeder von Nantes und Bordeaux, Amsterdam und Liverpool und anderen Hafenplätzen häuften unermessliche Vermögen an. Dieser nach Europa strömende Güterstrom, der aus dem Negerhandel stammte, ermöglichte später (im 19. Jahrhundert) die Entwicklung des europäischen Kapitalismus".


Niane, Djibril Tamsir, Jean Suret-Canale und Hermann Venedey, Afrikanisches Geschichtsbuch, Accra 1963.

So, und vor diesem Hintergrund, der von der Zeit Vasco da Gamas bis ins 19. Jahrhundert reichte fand die Kolonialgeschichte überhaupt erst statt, die Afrika dann anderthalb Jahrhunderte auf einem moderneren Niveau ausplünderte. Und nach dieser Ausplünderung eines Kontinents erfrechen sich Europäer, den Afrikanern die mangelnde Effizienz ihrer Wirtschaftssysteme vorzuhalten. Es ist ein sich selbst erzählender Witz, über den niemand lacht

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